So. 25. Februar 2018

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Minijob - Heimarbeiter

Das Heimarbeitsgesetz bestimmt, wer Heimarbeiter ist.
In der Sozialversicherung gilt als Heimarbeiter, wer erwerbsmäßig von zu Hause aus als Beschäftigter im Auftrag und für Rechnung von gemeinnützigen Unternehmen, Gewerbetreibenden oder öffentlich-rechtlichen Körperschaften arbeitet. Dabei wird die Verwertung der Arbeitsergebnisse dem (un-)mittelbaren Auftraggeber überlassen und der einzelne Heimarbeiter arbeitet zur Erlangung eines Verdienstes in persönlicher Abhängigkeit. Somit sind für Heimarbeiter, wie voran stehend  beschrieben, die sozialversicherungsrechtlichen Regelungen einer geringfügigen Beschäftigung gültig.

Heimarbeiter erhalten besonderen gesetzlichen Schutz. Zum Beispiel das Lohnfortzahlungsgesetz, das besagt, dass Heimarbeiter im Gegensatz zu anderen Arbeitnehmern keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall haben, enthält solche besonderen Regelungen. Deswegen entfallen auch jeglichen Zahlungen von Umlagen zur Lohnfortsatzversicherung für Heimarbeiter.

Bei der Ermittlung eines regelmäßigen Arbeitsentgelts im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung gilt es das Arbeitsentgelt nach § 14 SGB IV zu berücksichtigen. Solange zusätzliche Zulagen, Zuschüssen, einmalige Einnahmen, Zuschläge oder ähnliche Einnahmen zum Lohn oder Gehalt lohnsteuerfrei sind, müssen diese nicht zum Arbeitsentgelt gerechnet werden. Es gilt also der Grundsatz: Es ist alles sozialversicherungspflichtig, was steuerpflichtig ist.

Bei der Ermittlung des regelmäßigen Arbeitsentgelts von Heimarbeitern ergeben sich allerdings Besonderheiten.

Zur Sicherung im Krankheitsfall zahlen Auftraggeber dem Heimarbeiter nach § 10 Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) einen Zuschlag zum Arbeitsentgelt in Höhe von 3,4% des Bruttoarbeitsentgelts (ohne zu leistende Zahlungen infolge von Lohnausfall an Feiertagen, Urlaub oder Arbeitsausfall wegen Krankheit). Der Zuschlag im Krankheitsfall ist trotz Steuerpflicht wegen der ausdrücklichen gesetzlichen Bestimmung sozialversicherungsfrei.
Solange Heimarbeiterzuschläge 10% des Grundgehalts nicht übersteigen, werden steuerfreie und somit auch sozialversicherungsfreie Zuschläge gewährt, um die mit der Heimarbeit verbundenen Aufwendungen (Arbeitsgeräte, Heizkosten, Miete, Beleuchtung des arbeitsplatzes, Zutaten, usw.) abzugelten.

Nach § 11 EFZG erhalten Heimarbeiter auch ein Feiertagsgeld, das jedoch steuer- und somit auch beitragspflichtig ist.

 

 
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