Di. 25. April 2017

Praktikum

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Praktikum im Ausland

Wer eine Zeitlang im Ausland verbracht hat – ob Studium oder Praktikum – beweist Engagement, Offenheit und sein Interesse an anderen Kulturen. Wer sich im Ausland mit einer anderen Sprache und Mentalität auseinander gesetzt und die Vor- und Nachteile des Landes kennen gelernt hat, verfügt über große Vorteile im späteren Berufsleben. Ein Auslandsaufenthalt beeindruckt jeden Personalchef und macht sich im Lebenslauf richtig gut. Auslandssemester, Praktikum oder ein Austauschjahr können Möglichkeiten sein, mal etwas andere Luft zu schnuppern.

Nicht nur beruflich sondern auch persönlich kann der Auslandsaufenthalt einen jungen Menschen weiter bringen, denn man erhält durch das Erlernen einer Fremdsprache einen Zugang zu einer neuen Kultur, baut Vorurteile ab und schließt neue Freundschaften.

Die neu erworbenen Fähigkeiten kann man im Arbeitsleben gut nutzen, denn man hat gelernt mit fremden Situationen umzugehen und verfügt über eine gute Zusatzqualifikation, vor allem, wenn man in einem international ausgerichteten Unternehmen tätig sein möchte.

Nachteilig bei einem Auslandspraktikum können die zeitweilige Trennung vom sozialen Umfeld und der Bruch in Studium und Beruf sein. Ebenso muss man mit einer längeren Planungszeit und natürlich den anfallenden Kosten rechnen. Vieles wird aber durch Stipendien, Auslandsbafög, Billigflügen und Telefonflatrate erleichtert.

 

Die Planung

Um an ein Auslandspraktikum heranzukommen kann man verschiedene Möglichkeiten wählen. Wichtig sind dabei eine gute Planung und Orientierung:

  • In welches Land möchte ich?
  • In welchem Bereich möchte ich ein Praktikum machen?
  • Welches Land eigenen sich besonders für meinen Fachbereich?
  • Kann ich mich in dem Land verständigen?
  • Wie finanziere ich die Lebenserhaltungskosten und Anreisekosten?
  • Brauche ich ein Visum für die Zeit?
  • Wie sind das Klima und die Sicherheit im Land?

Es gibt viele Vermittlungsstellen für Auslandspraktika, die teilweise kostenpflichtig sind. Wer aber genau weiß in welchem Unternehmen oder in welchem Bereich er ein Praktikum absolvieren möchte, sollte sich auf Eigeninitiative und unabhängig von einer Vermittlung dort bewerben.

 

Informationen zum Auslandspraktikum

Bei der Planung eines Auslandspraktikums entstehen viele Fragen, doch die folgenden Einrichtungen können Hilfe bei der Organisation und Informationen liefern:

  1. Akademische Auslandsämter bieten reichlich Informationen zu Praktika und Auslandssemestern für Studenten, wie von den Organisationen ERASMUS und DAAD
  2. Die Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht jährlich eine Broschüre zu Jobs und Praktika im Ausland und bringt einmal im Monat Informationshefte zu „Markt und Chance“ heraus. Auch Informationen zu Bildung und Arbeiten in EU-Ländern sind hier erhältlich à „fit for europe“
  3. Konsularische Vertretungen liefern Informationen über das Land, in dem man das Praktikum absolvieren will
  4. Kulturinstituionen, Auswärtiges Amt
  5. Um die Adresse von Unternehmen herauszubekommen gibt es Adressenverzeichnissen  
  6. Bücher zum Thema Auslandspraktikum und –studium können wertvolle Tipps liefern

 

Voraussetzungen für ein Auslandspraktikum

Vor allem werden Sprachkenntnisse in der Landessprache erwartet, häufig reicht auch Englisch. Das Studium sollte auf das betreffende Arbeitsfeld ausgerichtet sein und schon einige Semester studiert worden sein. Manchmal setzen Arbeitgeber Fachwissen oder auch Arbeitserfahrung voraus, deshalb ist es umso sinnvoller erst bei einem fortgeschrittenen Studium ein Auslandspraktikum zu machen. 

 

Formalitäten

Mit einigen formellen Dingen sollte man sich vor dem Auslandspraktikum auseinander gesetzt haben, dazu gehören die folgenden Punkte:

Visum

Ein Visum ist für Länder außerhalb der EU meist obligatorisch. Die Praktikumsvermittlung erledigt das häufig gleich mit, wer allerdings alles selbstständig organisiert, sollte sich bei der Botschaft des jeweiligen Landes Informationen besorgen und das Visum beantragen. Auf der Seite des Auswärtigen Amtes sind die Adressen der Ländervertretungen zu finden.

Arbeitserlaubnis

Als EU-Bürger kann man in jedem anderen Land der EU ohne vorherige Arbeitserlaubnis eine Arbeit annehmen, nur beim öffentlichen Dienst gibt es da Ausnahmen. Möchte man außerhalb der EU arbeiten, ist eine Arbeitserlaubnis erforderlich, die bei den Botschaften/Konsulaten der Länder zu beantragen sind.

Krankenversicherung
Die gesetzliche Krankenversicherung greift auch in den Ländern mit denen ein Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen wurde, was meistens nur bei den EU-Ländern der Fall ist. Außerhalb der EU sollte man eine Auslandskrankenversicherung abschließen, das ist auch bei längeren Aufenthalten ratsam. Am besten man informiert sich darüber vorher bei seiner Krankenkasse.

Impfungen
Ob spezielle Impfungen für das betreffende Land notwendig sind, kann man bei seinem Hausarzt erfragen. Manchmal sind bestimmte Impfungen bei der Einreise auch Pflicht und Voraussetzung für einen Aufenthalt. Neben dem Arzt können bei Fragen bezüglich Impfungen auch das Auswärtige Amt, Tropeninstitute und Krakenkassen weiterhelfen. Es ist ratsam sich bei der Krankenkasse über die Kostenübernahme zu informieren.

Unfall-, Reise- und Haftpflichtversicherungen
Die Vermittlungsagenturen bieten diese Versicherungen oft mit an. Praktikanten sollten die Vermittlungen daher vorher miteinander vergleichen. Manchmal sind die Versicherungen auch Pflicht bei der Einreise.

 

 
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