Fr. 13. Februar 2026
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Kennen Sie die Regeln der Körpersprache?

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Kennen Sie die Regeln der Körpersprache?
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Im Geschäftsleben verrät die Körpersprache viel über einen Menschen. Doch kennen Sie die Regeln der nonverbalen Kommunikation? Was verrät Ihre Haltung, Ihr Händedruck und die Art und Weise, wie Sie Augenkontakt halten über Sie? Unbewusst weiß fast jeder, wie einzelne Körpersignale zu deuten sind. Doch wie erzielt man damit eine bestimmte Wirkung, um im Berufsleben weiterzukommen?

Die Wirkung der Körpersprache im Job

Eine selbstbewusste Körperhaltung ist für Ihre Karriere fast ebenso wichtig wie Ihre Leistung. Denn wie Ihre Zahlen aussehen und welche Kunden Sie wie gut betreuen, hat niemand im Kopf. Dagegen weiß aber jeder, wie Sie sich im Unternehmen präsentieren. Ob Sie stets den Augenkontakt mit dem Chef vermeiden, oder ob Sie bei Präsentationen nervös hin und her laufen. Solche Dinge bleiben im Gedächtnis. Aus diesem Grund ist Ihre Körpersprache, Ihre nonverbale Kommunikation, ebenso entscheidend für Ihre beruflichen Ziele wie Ihre sonstigen Erfolge!

Es kommt bei der Körperhaltung nicht unbedingt darauf an, sich so zu präsentieren, wie Sie wirklich sind, sondern nur, eine bestimmte Wirkung zu erzielen. Egal wie nervös und unsicher Sie vor einer Konferenz sind, wenn Sie auf die Signale Ihres Körpers achten und diesen kontrolliert und bewusst einsetzen, wird am Ende des Tages niemand von Ihrer Unsicherheit erfahren.

Lernen Sie daher, Ihre Körpersprache bewusst einzusetzen. Fragen Sie dazu doch einfach jemanden, wie er oder sie Sie wahrnimmt. Schauen Sie auch in den Spiegel, wenn Sie bestimmte Posen und Haltungen gerne machen. Wie wirken diese auf Sie selbst? Wie könnten Sie auf andere wirken? Ein guter Trick ist immer, sich seine Karriereziele vor Augen zu führen, und sich dann ein Vorbild zu suchen. Wie präsentiert sich Ihr Vorbild? Eine gute Orientierung ist immer, sich die Körpersprache Ihres Vorbildes in Ihrer Wunschposition anzueignen.

Wer nämlich auftritt wie jemand, der etwas zu sagen hat, wird auch mit der Zeit das Sagen bekommen. Man assoziiert Sie dann mit der Zeit als Führungskraft, auch, wenn der letzte Schritt bis dahin noch auf der Karriereleiter fehlt.

Die Regeln der Körpersprache

Der Händedruck

Dieser steht bei der Begrüßung als erstes an. Bereits beim Händedruck vermitteln Sie ein Bild von sich. Ist Ihre Hand ganz verschwitzt? Sie berühren gerade einmal die Finger und nur den vorderen Teil der Hand Ihres Gegenübers? Sie können sich denken, dass das nicht gerade von Standfestigkeit zeugt und Ihre Souveränität zum Ausdruck bringt. Viel besser wäre es, die gesamte Hand des Gegenübers zu umfassen, und kräftig zuzudrücken. Allerdings nicht zu kräftig. Ungefähr drei Sekunden sollte ein guter Händedruck dauern. Ein Taschentuch in der Hosentasche sorgt dafür, dass Ihre Hände trocken sind.

Der Blickkontakt

Augenkontakt ist gerade unter Geschäftspartnern sehr wichtig. Wer keinen Blickkontakt zu seinem Gegenüber halten kann, wirkt entweder extrem schüchtern, oder desinteressiert. Beides hinterlässt nicht den besten Eindruck. Aus diesem Grund: Versuchen Sie, Ihrem Vorgesetzten, Kunden oder Kollegen, in die Augen zu schauen, wenn Sie sich mit ihm oder ihr unterhalten. Ständiges Abwenden oder ein Blick zu Boden zeugt von Unsicherheit. Gerade im Job wollen Sie aber vermeiden, für unsicher gehalten zu werden.

Die Haltung

Beine schulterbreit auseinander, Rücken gerade, und Hände auf der Höhe des Bauches halten. So wirken Sie standfest, selbstsicher und professionell. Eine gerade Körperhaltung ist wichtig, um im Beruf weiterzukommen. Beobachten Sie zum Beispiel mal Ihren Chef. Haben Sie ihn je in einer schlechten Haltung gesehen?

Die Distanz zu anderen

Ein zu großer Abstand wirkt distanziert, ein zu geringer Abstand wird als unangenehm empfunden. Im Berufsleben, genauso wie auch im Privatleben, gilt es, die richtige Distanz zu finden. Im nordeuropäischen Raum befinden wir eine Armlänge Abstand als angenehm. Wer diese nicht einhält und seinem Gegenüber zu nahe kommt, fällt unangenehm auf. Gleiches gilt, wenn der Abstand zu groß ist. Sind Sie sich unsicher, wie viel Abstand angebracht ist? Dann hilft nur genaues Beobachten. Denn nicht nur Sie, auch Ihr Gesprächspartner sendet nonverbale Signale.

Die Arme

Wer seine Arme vor sich verschränkt, will mit den anderen nichts zu tun haben? Eigentlich Quatsch, doch wird diese Haltung vom Unterbewusstsein häufig so gedeutet. Sie stellen eine Art Barriere dar, die andere nicht durchdringen sollen. Eine offene Haltung der Arme dagegen signalisiert genau das: Offenheit. Auch das Verschränken der Hände hinter dem Kopf kommt nicht besonders gut an. Das wirkt überheblich. Lassen Sie Ihre Hände und Ihre Arme ruhig nebeneinander. Zu viel Bewegung wirkt unruhig und unsicher. Wenn Sie eine Präsentation halten, dann empfiehlt es sich, die Hände auf Bauchnabel-Höhe zu halten.

Fazit

Die Körpersprache bestimmt in einem entscheidenden Maße, wie sympathisch oder unsympathisch uns ein Gegenüber erscheint. Häufig führt man Gesten aus, ohne sich darüber bewusst zu sein, wie diese bei anderen ankommen. Im Beruf kann es aber durchaus essentiell sein zu wissen, wie uns andere wahrnehmen. Die richtige Körpersprache kann den Karriereaufstieg beschleunigen. Eine schlechte Körperhaltung dagegen kann eine dauerhafte Karriere-Bremse darstellen.

Die Körperhaltung sollte immer das Gesprochene unterstreichen, und nicht in Kontrast dazu stehen. Das selbstbewusste Auftreten dagegen kann man üben. Und wer sich selbstsicher gibt, wird sich unweigerlich im Laufe der Zeit auch irgendwann so fühlen. Wer seine Karriere gezielt nach vorne bringen möchte, für den ist ein professionelles Kommunikations-Coaching zu empfehlen. 


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