Nur Absagen auf Ihre Bewerbung? Was in diesem Fall zu tun ist
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Gute Zeugnisse, ein fehlerfreies Anschreiben und keine Lücke im Lebenslauf. Trotzdem hagelt es eine Bewerbungsabsage nach der anderen? Da sind Sie nicht alleine! Für viele Menschen ist die Bewerbungsphase eine frustrierende Zeit. Denn die wahren Gründe für eine Jobabsage erfährt man nur in den seltensten Fällen. So entsteht schnell der Eindruck, man sei nicht vermittelbar, nichts wert, und man würde nie eine Arbeitsstelle finden. Auch, wenn es nur allzu menschlich ist, diese Rückschläge schwer wegstecken zu können, so ist es doch essentiell, wieder aufzustehen und sich weiter zu Bewerben!
Selbstverständlich ist es frustrierend, immer wieder den Standardsatz zu lesen: „Leider müssen wir Ihnen mitteilen...“. Nehmen Sie es wie ein Sportler indem Sie versuchen, aus einer Jobabsage Motivation zu ziehen, um es beim nächsten Mal besser zu machen. Bevor Sie allzu viel Zeit damit verbringen, niedergeschlagen zu sein, so hat eine Absage auf Ihre Bewerbung rein gar nichts mit Ihnen persönlich zu tun. Eine Absage auf Ihre Bewerbung kann viele unterschiedliche Gründe haben.
Was tun nach einer Bewerbungsabsage?
Den ersten Schritt, den Sie nach einer Bewerbungsabsage einleiten sollten, ist die Analyse der Absage. Wie viel Zeit verging seit dem Eingang Ihrer Bewerbungsunterlagen und der Absage? Ein ungefährer Richtwert: Kam die Absage sehr schnell, liegt es vermutlich an Ihrer Bewerbung. Überlegen Sie sich daher, was Sie beim nächsten Mal besser machen könnten.
Erfolgt die Absage erst nach einem Vorstellungsgespräch, wissen Sie, dass es nicht an Ihren Unterlagen liegt, sondern am persönlichen Gespräch. Wie haben Sie dieses empfunden? An welchen Stellen kamen Sie in stocken? Was würden Sie beim nächsten Vorstellungsgespräch anders machen, um zukünftige Jobabsagen zu vermeiden? Arbeiten Sie in diesem Fall an Ihrer Selbstpräsentation und üben Sie das Führen von Vorstellungsgesprächen.
Mögliche Gründe für eine Absage auf Ihre Bewerbung
Hier sind die vier häufigsten Gründe für eine Jobabsage aufgeführt. Wollen Sie die genauen Gründe für Ihre Absage erfahren, dann sollten Sie sich noch einmal mit dem Unternehmen in Verbindung setzen.
Die Stelle wurde bereits intern besetzt
Es gibt Stellen, die müssen öffentlich ausgeschrieben werden, obwohl von Anfang an klar ist, dass diese Intern vergeben wird. Das schreibt das Gesetz vor. Aus diesem Grund: Absagen niemals persönlich nehmen.
Ein anderer Bewerber passte besser auf die Stellenbeschreibung
Lautet der Satz im Absageschreiben: „Wir haben uns für einen Mitbewerber entschieden“, kann man leider nichts machen. Es ist immer möglich, dass jemand besser war. Vielleicht hatte dieser Jemand aber auch eine Tante in der Firma, die Lobeshymnen über ihren Schützling verbreitet hat. Oder ein Mitbewerber passte einfach besser ins Team. Diese Form der Absage sollte nicht das Selbstwertgefühl eines Bewerbers zerstören, denn wenn Sie nicht perfekt auf die Stelle oder in dieses Team passen, dann wollen Sie dort doch selbst nicht arbeiten, oder? Bleiben Sie am Ball, nur so finden Sie im Endeffekt Ihren Traumjob.
Die Stellenausschreibung wurde zurückgenommen
In diesem Fall heißt es einfach: Pech gehabt. Wenn Sie also immer wieder nur Jobabsagen zugeschickt bekommen, ärgern Sie sich nicht so sehr über jede einzelne Absage. Vielleicht ging es der Firma noch vor einem Monat gut, doch nun muss diese Sparen und stellt niemanden Neues mehr ein. Aber diese Gründe erfährt man eben nicht. Deshalb: Kopf hoch und nicht demotivieren lassen!
Die Stellenausschreibung ist ein Marketing-Gag
Einige Firmen inserieren Stellenangebote, obwohl Sie gar nicht auf der Suche nach neuen Mitarbeitern sind. Solche Aktionen dienen dazu, der Öffentlichkeit zu suggerieren, dass es dem Unternehmen gut geht und dass es wächst. Auch Investoren werden damit geködert. Regelmäßige Inserate signalisieren nicht nur Wachstum, sondern auch Erfolg. Auf so eine Stellenausschreibung kann es nur eine Absage geben, egal, wie gut Ihre Bewerbung war.
Wie gehe ich mit Absagen um?
Allgemeine Tipps und Ratschläge, wie Sie mit einer Absage umgehen können und sollten, erfahren Sie im folgenden:
Bewerber sollten Absagen nie persönlich nehmen
Sehen Sie Bewerbungsschreiben und Vorstellungsgespräche als Übung an, Sie werden mit jedem Male besser
Lernen Sie aus Ihren Fehlern
Ärgern Sie sich nicht zu lange darüber und machen Sie weiter
Lassen Sie eine Absage nicht Ihr Selbstwertgefühl mindern
Nehmen Sie Hilfe in Anspruch
Fragen Sie nach den Gründen
Denken Sie immer daran, Rückschläge gehören zum Leben dazu, und tausenden anderen Bewerbern geht es genauso wie Ihnen. Das schlimmste, dass Sie nach einer Absage tun könnten, ist in Selbstmitleid zu versinken. Bedenken Sie, jede Bewerbungsrunde macht Sie kompetenter für die nächste.
Versuchen Sie herauszufinden, wo der Fehler lag. Fehlten Unterlagen bei der Bewerbung? Sind zu viele Flüchtigkeitsfehler im Anschreiben? Lernen Sie aus Ihren Fehlern und optimieren Sie immer wieder aufs Neue Ihre Bewerbungsunterlagen. Unser Tipp an Sie: Lassen Sie jemand anderes Ihre Unterlagen durchsehen und korrekturlesen. Auch die Teilnahme an einem Bewerbungstraining ist empfehlenswert.
Eine Bewerbungsabsage tut weh. Aber: Bleiben Sie am Ball! Einer der wichtigsten Tipps ist, sich nicht wochenlang mit der Absage zu beschäftigen, sondern sich gleich wieder auf Jobsuche zu begeben. Verpassen Sie keine tollen Jobangebote und durchforsten Sie nach einer Absage gleich wieder neue Stellenausschreibungen. Vielleicht erweitern Sie Ihren Suchkreis auf ähnliche Berufe, für die Sie ebenfalls qualifiziert sind?
Liegt Ihnen viel daran, einen Grund für die Absage zu erfahren, dann rufen Sie beim Unternehmen an und bitten Sie um ein Feedback-Gespräch. Seien Sie allerdings nicht enttäuscht, wenn auch das keine ganz klaren Ergebnisse bringt. Läuft das Gespräch allerdings gut, können Sie dem Unternehmen anbieten, Ihre Bewerbungsunterlagen zu behalten und sich bei Bedarf bei Ihnen zu melden. Vermeiden Sie allerdings einen zu direkten Einstieg mit der Frage, warum Sie es nicht geworden sind. Zunächst sollten Sie sich für die Rücksendung Ihrer Unterlagen bedanken und anschließend um Verbesserungsvorschläge für die nächste Bewerbung bitten. So können zukünftige Absagen auf Ihre Bewerbung vermieden werden.