So. 24. Juni 2018

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Brainstorming – keine Scheu vor Kreativität

 

Quantität statt Qualität
Beim Brainstorming geht es darum, spontane Einfälle und Ideen zu äußern und mit Ideen anderer zu kombinieren. Kritische Bemerkungen oder voreilige Bewertungen der Einfälle sind dabei strikt verboten, denn das hemmt den Ideenfluss. Das Brainstorming in der Gruppe ist am effektivsten, da sich die Mitglieder durch Ihre Ideen gegenseitig zu neuen Überlegungen anregen. Wer zwanghaft versucht sofort die perfekte Lösung zu ersinnen oder an seinen Einfällen zweifelt ist da fehl am Platz!

In Gruppen mit 7 –9 Teilnehmern funktioniert es am besten
Befinden sich weit mehr als 9 Teilnehmer in der Brainstorming-Gruppe können Ideeneinfälle leicht untergehen, deshalb sollte die Anzahl möglichst nicht überschritten werden. Um zu gewährleisten, dass auch bei Gruppen mit idealer Teilnehmerzahl jeder Vorschlag aufgenommen wird, ist es sinnvoll, einen Mitarbeiter als Protokollant einzusetzen, der sich nicht am Brainstorming beteiligt. Dieser notiert alle kreativen Einfälle der anderen bestenfalls auf einem Flipchart, damit alle sie sehen können. Dabei bitte gut zuhören und ordentlich schreiben! Außerdem sollte der Schriftführer keine Rückfragen stellen um den kreativen Fluss der anderen nicht zu unterbrechen.

Chefs sollten nicht teilnehmen
Durch die Anwesenheit des Chefs beim Brainstorming kann es sein, dass sich manche Mitarbeiter gehemmt fühlen, weil es Ihnen peinlich ist möglicherweise blödsinnige Ideen zu äußern. Das ist ganz schädlich für ein Brainstorming, deshalb sollten Chefs, Topmanager und Mitglieder des Vorstandes bei der kreativen Ideenfindung lieber draußen bleiben. Klar können diese zu Beginn die Brainstorming-Gruppe anregen, aber sich erst hinterher nach dem Ergebnis erkunden. Bessere Brainstorming-Teilnehmer sind übrigens Praktikanten oder Kunden, da sie weniger voreingenommen sind.  

Idee, adé!
Die Erfahrung zeigt, dass ca. 80 von 100 Ideen im Endeffekt doch unbrauchbar sind. Das zeigt sich dann in der Bewertungsphase, die nach einer kurzen Pause an die Phase der Ideenfindung anknüpft.
Um die Einfälle zu bewerten, kann man auf sog. K.O.-Kriterien zurückgreifen, die man von vornherein bestimmt hat. So gibt es möglicherweise das finanzielle K.O.-Kriterium, das alle Ideen aussortiert, die den finanziellen Rahmen sprengen. Zudem könnte es ein gesetzliches K.O.-Kriterium geben, das allen Ideen den Laufpass gibt, die gegen irgendwelche Gesetze und Vorschriften verstoßen.
Eine weitere Möglichkeit, um durch kreative Prozesse auf eine Lösung zu kommen, ist die Umkehr- oder Kopfstand-Technik. Dabei versuchen die Gruppenmitglieder Ideen für das gegenteilige Probleme zu finden. Wenn ein Unternehmen sich um einen bestimmten Kunden eigentlich bemüht, macht sich die Gruppe Gedanken darüber, wie man diesen bestimmten Kunden am besten abschreckt ein Geschäft einzugehen. So kommt man auf unternehmensinterne Schwachstellen und kann versuchen diese zu verbessern, bzw. zu verhindern.

Die negativen Seiten des Brainstorming
Leider ist auch das Brainstorming kein Patentrezept um zu einer besseren Lösung zu kommen. Einige Regeln beim Brainstorming hemmen sogar den Ideenfluss der Mitglieder. Während man z.B. ein anderes Gruppenmitglied ausreden lässt, kann es passieren, dass die eigene Idee plötzlich weg ist. Außerdem hemmt das Zuhören bei anderen den eigenen Ideenfluss und diverse Ablenkungen führen dazu, dass Ideen auf dem Weg vom Langzeit- ins Kurzzeitgedächtnis längst abhanden gekommen sind bevor man überhaupt reden konnte.

Es ist daher sinnvoll, dass sich jeder „Brainstormer“ zunächst alleine Gedanken macht und diese notiert. Später kann er sie dann ganz unbeeinflusst äußern.
 

 
 
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