So. 24. Juni 2018

Karriere Journal

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Sind Dialekte im Job nicht angebracht?

 

Es kommt auf das Unternehmen an
Manchmal werden Klischees doch bestätigt. Wer munter drauflos schwäbelt oder sächselt, hat es im Beruf manchmal nicht leicht. Denn ein Dialekt kann den ein oder anderen Personalchef durchaus abschrecken oder man wird als Landei abgestempelt. Vor allem Callcenter, die bundesweit Kunden anwerben, stellen ausschließlich Personen ein, die Hochdeutsch sprechen.
Doch andere Unternehmen haben mit Mundarten überhaupt kein Problem. Ein Dialekt sprechender Außendienstmitarbeiter kann in manchen Regionen eine bessere Bindung zu den Kunden aufbauen, denn seine eigene Verwurzelung schafft eine Vertrauensbasis.
Grundsätzlich wird ein jeder immer noch nach seiner persönlichen Leistung bewertet und nicht nach seiner sprachlichen Herkunft!

Immer natürlich bleiben
Grundsätzlich gilt es sich nicht zu verstellen und zu seinen Wurzeln zu stehen. Dies sollte jedes Kind schon von seinen Eltern mit auf den Weg bekommen, denn natürlich zu sprechen ist immer noch am besten um authentisch herüberzukommen. Sprache vermittelt nämlich auch Gefühle und nicht nur inhaltliche Information.
Laut Wissenschaftlern kann man in Deutschland ca. 10 Großraumdialekte finden und sogar über 100 kleinräumige Dialekte, weil in fast jedem Ort anders gesprochen wird. 
Wer in einem Umfeld oder Gebiet, das durch einen bestimmten Dialekt gekennzeichnet ist, Hochdeutsch spricht, wirkt manchmal etwas distanziert. Trotzdem gilt es natürlich auch hier authentisch zu bleiben.
Übrigens hat eine Studie neulich herausgefunden, dass baden-württembergische Frauen das Hochdeutsch von Fernsehmoderatoren imitieren und inzwischen schon weniger Dialekt sprechen als die Männer.

Beim Dialekt gehen die Meinungen auseinander
Einer Studie der Universität Dresden zufolge kann ein Dialekt positiv oder auch negativ belegt sein. Es kommt immer auf den Gesprächspartner an, wie der Dialekt des anderen auf ihn wirkt. Schwäbisch kann bei dem einen Kunden ein großes Plus sein, aber dem anderen wiederum befremdlich vorkommen. 

Es stimmt nicht, dass im Süden mehr Menschen Dialekt sprechen als im Norden. In Hamburg oder Hannover sind die Merkmale nur nicht so deutlich wahrnehmbar und nicht so stark stigmatisiert. Zwar sind Pfälzisch und Sächsisch die Dialekte mit dem geringsten Prestige, jedoch lässt sich nicht sagen, dass nordische Dialekte akzeptierter seien als die aus dem Süden.
 

 
 
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