So. 24. Juni 2018

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Doktortitel: Lohnt sich die Mühe?

 
Jeder sollte sich fragen, ob er der Sache gewachsen ist
Um einen Doktortitel vor dem Namen zu erlangen muss man einen steinigen Weg gehen, der höchste Disziplin erfordert. Ob am Ende tatsächlich bessere Karrierechancen ins Haus stehen, ist aber ungewiss. Es gilt sich vorher gut zu überlegen, ob man der Sache gewachsen ist und ob die aktuellen Lebensumstände eine so aufwändige Nebenbeschäftigung zulassen. Viele wagen es neben einer beruflichen Tätigkeit zu promovieren, dieses erfordert natürlich eine hohe Belastbarkeit. Es gibt auch Unternehmen, die ihre Mitarbeiter im Falle einer Promotion vom Arbeiten freistellen. Dennoch sollte sich jeder fragen, ob er wirklich Spaß am wissenschaftlichen Arbeiten hat und sich mühselig in Literatur, etc. einarbeiten möchte. Immerhin schafft es von jährlich 60.000 Doktoranden nicht einmal die Hälfte ihre Arbeit zu beenden. Unterstützung gibt es vom Doktorandennetzwerk namens Thesis (www. thesis.de), dort erhält man viele Informationen, kann Kontakte knüpfen und sich an Foren beteiligen.

Mehr Geld
Auch wenn die Arbeit mühselig war, so hat es sich doch meistens finanziell gelohnt. Denn der promovierte Akademiker verdient durchschnittlich mehr als seine Kollegen ohne Doktortitel. Einer Studie zufolge beläuft sich im Idealfall der Mehrverdienst während eines ganzes Berufsleben auf eine halbe Million Euro. Aber das ist sicher nicht der Regelfall, denn Akademiker ohne Doktortitel steigen früher ins Berufsleben ein und können viel eher Karriere machen und verdienen. 
In vielen Bereichen, besonders in der Medienbranche, legen Unternehmer wert auf Doktortitel und besetzen gerne besonders hohe Posten mit promovierten Mitarbeitern. Wer eine Führungsposition erlangen möchte ist ganz klar im Vorteil, wenn er promoviert hat. Auch Berufseinsteiger, die einen Doktortitel vorzuweisen haben, verdienen durchschnittlich ein paar tausend Euro mehr im Jahr als andere.
Eine Befragung von über 200 Top-Managern ergab, dass ca. 1/3 promoviert hatten. Offensichtlich lohnt sich das „Dr.“ vor dem Namen doch!

Der Titel mit PR-Funktion
Wer sein Studium zügig durchzieht und in jungen Jahren abschließt, lässt sich häufig noch auf ein paar weitere Jahre an der Uni als wissenschaftlicher Mitarbeiter ein, um zu promovieren. So ein Doktortitel ist immer gerne gesehen.
Allerdings veranlasst der Titel manche Menschen schnell zu Vorurteilen: Der Promovierte sei ein sturer Theoretiker oder Einzelkämpfer.
Diese sicherlich auf Neid begründeten Einstellungen sollte man gar nicht beachten und sich stattdessen über den durch den Doktortitel begünstigten Karriereaufschwung freuen: Stellen im Top-Management werden besonders gern mit promovierten Mitarbeitern besetzt.
Nicht in jedem Unternehmen ist es angebracht bei der Anrede unter den Kollegen ständig den Doktortitel zu erwähnen, vor allem nicht dort, wo sich alle per Du sind. Doch im Umgang mit Kunden oder Geschäftspartnern macht der Titel einen guten Eindruck und kann daher förderlich sein. Er erhält dann sozusagen eine kleine PR-Funktion.

 

 
 
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