Tipps für den Umgang mit Kritik im Job
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Das ungute Gefühl, das Kritik bei den meisten Arbeitnehmern auslöst, führt oftmals zu einem schlechten Umgang damit. Dabei kann konstruktiv geäußerte Kritik sogar die Karriere voranbringen. Wie? Indem sie vor groben Fehlern warnt, die Arbeit verbessert und Schwächen aufzeigt. Somit bekommen Sie die Möglichkeit, an diesen zu arbeiten. Im folgenden erfahren Sie wertvolle Tipps für den Umgang mit Kritik im Job.
Kritik darf man nie persönlich nehmen. Trotzdem tun wir es. Man reagiert emotional, anstatt rational. Die daraus resultierenden Reaktionen können alles, von Wut, Frust, Scham, bis zur Verzweiflung sein. Durch solche Reaktionen vergibt man aber all die Chancen, die Kritik für unser Berufsleben bereithält. Aus diesem Grund ist es wichtig, die eigene Kritikfähigkeit zu verbessern.
Natürlich muss man zwischen konstruktiver und ungerechtfertigter Kritik unterscheiden. Die Einen üben Kritik aus, um Sie zu verbessern und Ihnen Fehler aufzuzeigen. Andere Kollegen dagegen verfolgen eher die Absicht, Sie von Ihrer Beförderung abzubringen und Ihre Arbeit vor anderen Mitarbeitern schlecht zu machen. Diese Form von Kritik können Sie getrost ignorieren. Unser Tipp an Sie: Gehen Sie nicht gleich in Verteidigungsstellung über, sobald man Ihre Arbeit kritisiert. Wägen Sie gut ab, ob Sie nicht doch daraus profitieren können.
Den souveränen Umgang mit Kritik kann man lernen, befolgen Sie dazu einfach die nachfolgenden Hinweise und Ratschläge.
So nicht: Der falsche Umgang mit Kritik im Job
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Sie sind beleidigt
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Sie sind wütend
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Sie ignorieren die Kritik
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Sie greifen Ihren Kritiker verbal an
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Es entsteht ein Konflikt zwischen Ihnen und Ihrem Kritiker
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Sie versuchen sich zu rechtfertigen
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Sie zeigen kein Verständnis für die Kritik
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Sie übertragen die Kritik auf andere Bereiche im Job
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Sie nehmen Kritik persönlich
So gehen Sie mit Kritik im Job souverän um
Gelassen bleiben
Auch wenn es schwerfällt: Bewahren Sie Ruhe und versuchen Sie, die Kritik sachlich und objektiv zu betrachten. Ein tiefes Ein- und Ausatmen für ein paar Sekunden gibt Ihnen Zeit, um angemessen reagieren zu können. Hören Sie Ihrem Kritiker gut zu versuchen Sie, seine Darstellung nachzuvollziehen.
Die richtige Einstellung
Kritik assoziieren die meisten Arbeitnehmer als etwas sehr negatives. Dies führt von Anfang an zu einer ablehnenden Haltung. Ohne sich über die Chancen von Kritik im Klaren zu sein, machen viele einfach „dicht“ und schäumen vor Wut. Oder baden in Selbstmitleid. Unser Tipp: Versuchen Sie, dem Begriff „Kritik“ in Ihren Gedanken zu meiden. Besser ist es, von Feedback auszugehen. Dieses Wort wird eher als konstruktive Stellungnahme gedeutet und ist für den Kritisierten weniger schmerzhaft. Feedback zur eigenen Arbeit ist wichtig, um voranzukommen. Ändern Sie Ihre ablehnende und negative Einstellung zu dem Begriff der Kritik, und Sie werden besser damit umgehen können.
Nachhaken
Fragen Sie Ihre Kritiker, worauf genau sie sich beziehen. Nur eine inhaltlich begründetet und präzise Kritik sollten Sie sich zu Herzen nehmen. Findet Ihr Kritiker nicht die richtigen Worte und kann seine Äußerung nicht begründen, brauchen Sie diese auch nicht weiter beachten. Stellen Sie so viele Fragen wie nötig, damit Sie genau verstehen, worin die Kritik liegt. Lassen Sie Ihrer eigenen Interpretation von Kritik keine Chance, sondern fragen Sie gezielt nach, was genau gemeint war.
Respektieren Sie andere Meinungen
Versuchen Sie, Abstand von Ihrer Arbeit zu gewinnen und betrachten Sie diese ganz objektiv. Es gibt immer mehrere Ansichten zu einer Sache. Können Sie einen anderen Standpunkt, zum Beispiel den Ihres Kritikers, nachvollziehen? Wenn ja, seien Sie dankbar dafür, dass Ihnen neue Sichtweisen nahegelegt wurden und nutzen Sie diese zur Vervollständigung und Optimierung Ihrer Arbeit.
Seien Sie offen für Verbesserungsvorschläge
Jeder Arbeitnehmer begeht im Laufe seiner beruflichen Laufbahn Fehler. Das ist weder zu vermeiden noch schlimm. Seien Sie aus diesem Grund offen für jede Form von Kritik. Diese kann Sie nämlich vor einem weiteren Fehler bewahren. Unser Tipp: Seien Sie Ihren Kritikern dankbar, weil diese um den Erfolg Ihres Projektes besorgt sind und Mängel äußern, damit Sie sie beseitigen können. Schätzen Sie Kritik daher als wertvolle Information.
Bewerten Sie die Kritik
Lassen Sie die Kritikpunkte Ihres Gegenübers erst einmal kurz sacken. Dann können Sie für sich entscheiden, welche davon Sie sich wirklich zu Herzen nehmen möchten. Souverän mit Kritik umzugehen bedeutet nicht, alles hinzunehmen. Hinterfragen Sie die Kritik und bewerten Sie für sich persönlich, welche Kritikpunkte ungerechtfertigt waren, und welche Sie wirklich weiterbringen können.
Niemand ist perfekt
Akzeptieren Sie, dass weder Sie noch irgendjemand auf der Welt perfekt ist. Kritik an Ihrer Arbeit bedeutet nur, dass Sie etwas versucht haben. Darauf können Sie stolz sein. Sie arbeiten an einer Sache und das ist auch gut so. Hat jemand etwas daran auszusetzen, dann ist das Ihre Chance, es besser zu machen. Bekommen Sie dagegen von allen Seiten immer nur Lob, wird sich Ihre Arbeit nie verbessern, dann bleiben Sie immer auf dem gleichen Leistungsstand.