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Basiswissen Praktikum: Welche Praktikumsarten gibt es?

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Basiswissen Praktikum: Welche Praktikumsarten gibt es?
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Heutzutage ist es kaum noch möglich, ohne ein vorheriges Praktikum ins Berufsleben zu starten. Regulär wird das erste Praktikum bereits auf der weiterführenden Schule absolviert. Ganz egal, was für ein Praktikum Sie absolvieren, es ermöglicht Ihnen erste Einblicke in einen Beruf und die Arbeitswelt. Aber, welche Praktikumsarten gibt es? Wo liegen die Unterschiede?

Praktikumsarten im Überblick

Es gibt viele verschiedene Praktikumsarten, wobei die Abgrenzung manchmal gar nicht so einfach ist. Grundsätzlich lassen sich Praktika in ein freiwilliges Praktikum und in ein Pflichtpraktikum unterteilen.

Alle Praktikumsarten 

  • Freiwilliges Praktikum
  • Pflichtpraktikum
  • Schülerpraktikum
  • Sozialpraktikum
  • Orientierungspraktikum
  • Vorpraktikum
  • Nachpraktikum
  • Fachpraktikum
  • Jahrespraktikum
  • Praxissemester
  • Auslandspraktikum

Freiwilliges Praktikum versus Pflichtpraktikum

Bei einem freiwilligen Praktikum möchten Sie ohne Einwirkung Dritter auf freiwilliger Basis einen Beruf kennenlernen und ergreifen somit Eigeninitiative. Außerdem gibt es zwischen einem freiwilligen Praktikum und einem Pflichtpraktikum auch rechtliche Unterschiede: Sie haben unter gewissen Umständen einen Anspruch auf Bezahlung und Urlaubstage.

Hingegen handelt es sich bei einem Pflichtpraktikum in der Regel um ein vorgeschriebenes Praktikum, dass Sie während oder vor Beginn einer Berufsausbildung, sei es Ausbildung oder Studium, abgeschlossen haben müssen. Dieses Praktikum ist also Teil einer Schul-. Ausbildungs- oder Prüfungsordnung und deshalb verpflichtend. Ohne dieses Pflichtpraktikum können Sie den Abschluss nicht erhalten.

Dabei wird Ihnen häufig der Umfang des Praktikums vorgegeben und Sie müssen entsprechende Nachweise vorlegen und das Praktikum ausarbeiten.

Schülerpraktikum

Fast jeder Schüler*in muss während der Schulzeit mindestens ein Praktikum absolvieren. Bei einem Schülerpraktikum handelt es sich um ein Pflichtpraktikum, das an sehr vielen Schulen durchgeführt wird. In der Regel dauern Schulpraktika 1 bis 4 Wochen, je nach Vorgabe der Schule. In dieser Zeit sind Sie also nicht in der Schule, sondern in einem Praktikumsbetrieb tätig. In der Regel müssen Schüler*innen nach dem Praktikum einen Praktikumsbericht schreiben, welcher benotet wird.

Wann genau das Schülerpraktikum stattfindet, ist recht unterschiedlich: An einigen Schulen findet das Praktikum schon in der 9. Klasse statt, an anderen erst in der 10. oder 11. Klasse.

Sozialpraktikum

Bei einem Sozialpraktikum handelt es sich um eine besondere Form des Schülerpraktikums. Somit ist es ebenfalls verpflichtend und wird benotet.

An vielen Schulen müssen Schüler*innen neben einem normalen Schulpraktikum auch ein Sozialpraktikum absolvieren. Dabei liegt der Fokus auf den sozialen Kompetenzen und die persönliche Reife der Schüler*innen und nicht auf den ersten Einblick ins Berufsleben. Schüler*innen sollen einen ersten Eindruck von sozialer Arbeit bekommen und dessen Wert erkennen.

Nicht auf jeder Schule muss zusätzlich ein Sozialpraktikum durchgeführt werden. Wann dieses stattfindet, ist auch unterschiedlich. In einigen Schulen findet das Sozialpraktikum bereits in der 8. Oder 9. Klasse statt, in anderen Schulen auch erst in der Oberstufe. Die typische Dauer eines Sozialpraktikums liegt bei einer und vier Wochen.

Sozialpraktika können zum Beispiel in Sonder- und Förderschulen, Alten- und Pflegeheimen sowie integrativen Kindergärten stattfinden.

Orientierungspraktikum

Im Prinzip handelt es sich bei jedem Praktikum um ein Orientierungspraktikum, immerhin möchten Sie sich mit jedem Praktikum beruflich orientieren. Das Praktikum dient zur Orientierung in der Berufswelt, weshalb auch mehrere Praktika sinnvoll sind, um sich wirklich beruflich sicher zu sein.

Vor- und Nachpraktikum

Bei einem Vorpraktikum handelt es sich um Pflichtpraktika, die als Zulassungsbedingung für einen Studiengang oder eine Ausbildung nötig sind.

In den meisten Studiengängen müssen Sie ein Pflichtpraktikum absolvieren, manchmal braucht es ein sogenanntes Vorpraktikum, um überhaupt zum Studium oder zur Ausbildung zugelassen zu werden. Deshalb sollten Sie sich bei Ihrem Berufswunsch immer ausreichend informieren, welche Nachweise und Zulassungsvoraussetzungen erfüllt werden müssen.

Absolvieren Sie ein sogenanntes Nachpraktikum handelt es sich hierbei eigentlich um ein normales Praktikum, welches Sie nach Ihrem Studienabschluss absolvieren. Ein Praktikum nach erfolgreichem Studium ist überhaupt keine Schande, ganz im Gegenteil ist es ein taktisch kluger Schachzug: Ein Praktikum nach erfolgreichem Abschluss kann Ihnen die Türen in die Arbeitswelt öffnen und erhöhen die Chance auf eine Anstellung.

Fachpraktikum

Entweder steht ein Fachpraktikum auf dem Plan, wenn Sie an einer Fachhochschule studieren oder an einem Berufskolleg die Fachhochschulreife (Fachabitur) machen. Somit handelt es sich um ein Pflichtpraktikum im Rahmen eines Abschlusses an einer Fachhochschule.

Wie viele Fachpraktika anstehen, hängt von der Fachrichtung und dem Berufskolleg ab. Haben Sie das Fachabi bereits in der Tasche, werden Sie vermutlich schon einige Fachpraktika absolviert haben. Während eines Studiums an einer Fachhochschule erwarten Sie noch weitere Fachpraktika.

Jahrespraktikum

In der Regel dauern viele Praktika höchstens drei Monate. Doch es gibt durchaus auch Praktika, die von längerer Dauer sind, zum Beispiel ein Jahrespraktikum. Für diese Dauer von Praktika müssen Sie aber zunächst Zeit und den passenden Betrieb finden, denn nicht jedes Unternehmen nimmt für diese Dauer Praktikanten*innen an.

Am ehesten bietet sich ein Jahrespraktikum nach Schulabschluss an, um zum Beispiel Wartesemester zu überbrücken oder sich einfach beruflich zu orientieren.

Auslandspraktikum

Im Prinzip können Sie jedes Praktikum im Ausland absolvieren, somit handelt es sich um ein Auslandspraktikum. Achten Sie bitte darauf, was in den Prüfungsordnungen und Richtlinien von Uni oder Schule zum Thema Auslandspraktikum steht.

Wegen Sie ab, ob sie ein Auslandspraktikum lohnt und für Sie vorteilhaft ist. Für ein Praktikum von wenigen Wochen macht ein Aufenthalt im Ausland nur selten Sinn. Immerhin erwarten Sie bei einem Auslandspraktikum neben beruflichen Hürden auch kulturelle und sprachliche Veränderungen.

Weiterhin sollten Sie bedenken, dass ein Auslandspraktikum mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Ein Praktikum in der Fremde bietet sich bei einem Praxissemester, aber auch nach dem Schul- oder Uniabschluss, an.

Praxissemester

Während eines Studiums steht für viele Studierende mindestens ein Pflichtpraktikum auf dem Plan. Diese Pflichtpraktika dauern häufig nur einige Wochen, doch in einigen Studiengängen sind auch Praxissemester nötig. Dabei sind Sie also ein ganzes Semester Praktikant*in und sammeln in einem Unternehmen oder Betrieb Berufserfahrung. Dadurch müssen Sie nicht Unialltag und Praktikum gleichzeitig rocken und können sich ein Semester lang auf das Praktikum konzentrieren.

Wann gibt es eine Praktikumsvergütung?

Grundsätzlich werden Pflichtpraktika nicht vergütet. Bei einem freiwilligen Praktikum hängt die Vergütung in der Regel von der Praktikumsdauer ab.

Absolvieren Sie ein freiwilliges Praktikum, sind Faktoren wie Alter, abgeschlossene Berufsausbildung bzw. Studium ausschlaggebend dafür, ob Sie einen Anspruch auf den Mindestlohn haben oder nicht. Beispielsweise haben Sie bei einem Nachpraktikum einen Anspruch auf Vergütung, da Sie eine abgeschlossene Berufsausbildung haben und in der Regel volljährig sind.

Wie Sie sehen, gibt es viele verschiedene Praktikumsarten, die Ihnen erste Einblicke in die Berufswelt geben und für den erfolgreichen Abschluss einer Berufsausbildung häufig Pflicht sind.


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